HERZINFARKT-PROPHYLAXE  
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28.07.2010

 

 


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Herzinfarkte Vorbeugung/ Prophylaxe: Dramatische Folgen für das Gesundheitswesen und für die einzelnen Betroffenen

Herzinfarkte gehören weltweit zu den häufigsten und gefährlichsten Krankheiten überhaupt. Die Bemühungen um eine Herzinfarkt-Vorbeugung /Prophylaxe ist daher sehr wichtig.

Obgleich die moderne Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) sowie des akuten Herzinfarkts dazu geführt haben, dass die Mehrzahl aller Herzinfarktpatienten das Krankenhaus nach dem ersten Infarkt lebend verlassen, sind die Langzeitaussichten nach wie vor düster.

Wird ein Herzinfarkt überlebt, stellt sich oft Monate bis Jahre danach eine schwere Herzinsuffizienz ein, die die Lebensqualität dramatisch verschlechtert. Die Sterblichkeit ist ähnlich hoch wie bei bestimmten Krebsarten. Hier kann die kombinierte Behandlung mit einem ACE-Hemmer (wie z.B. Ramipril),  einem Betablocker (wie beispielsweise Carvedilol) und einem harntreibendem Mittel (Diuretikum) helfen, die Prognose deutlich zu verbessern.

Da in den meisten industrialisierten Ländern rund 50% der Bevölkerung an Herzinfarkt und Schlaganfall sterben, sind die Bekämpfung der etablierten Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes)  sowie die entwickelten Strategien der Herzinfarkt-Vorbeugung von sehr großer  humanitärer, medizinischer und ökonomischer Bedeutung.

 

Herzinfarkt-Prophylaxe (Herzinfarkt-Vorbeugung):

In letzter Zeit haben zahlreiche qualitativ hochwertige wissenschaftliche Studien gezeigt, dass sich das Herz-Kreislaufrisiko mit vertretbarem Aufwand deutlich senken lässt.

Unter anderem wurde gut belegt, dass sich über eine gesunde Ernährung eine überraschend deutliche Risikominderung erreichen lässt: die traditionelle Mittelmeerdiät, regelmäßiger Fischkonsum und eine konsequent durchgeführte fettarme vegetarische Diät können Herzinfarkte wirksam verhindern. Durch die regelmäßige Einnahme eines Blutfettsenkers aus der Wirkstoff-Familie der Statine lässt sich das Herzrisiko ebenfalls sehr positiv beeinflussen - allerdings nur im Rahmen der sog. Sekundär-Prophylaxe. Auch die Gabe von Acetylsalicylsäure (ASS= Aspirin) ist im Rahmen einer Sekundär-Prophylaxe wirksam.  Zahlreiche Therapiestudien haben eindeutig belegt, dass die Senkung eines erhöhten Blutdrucks das individuelle Herzinfarkt-Risiko nahezu normalisiert.

Einen geradezu revolutionären Ansatz für eine wirksame Bekämpfung des Herztodes präsentierten im Sommer 2003 britische Wissenschaftler: durch die Verordnung der aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzten "Polypill" an alle  Männer über 55 kann das Sterberisiko aufgrund von Herzinfarkt und Schlaganfall wahrscheinlich um über 80% gesenkt werden. Dadurch ließen sich weltweit pro Jahr einige 100.000 Menschenleben retten.

 


NEUES AUS DER MEDIZIN
Statine enttäuschen: 
Die Blutfettsenker sind im Zuge der sog. "Primär-Prophylaxe" bei Risikopatienten nicht in der Lage, das Auftreten eines ersten Herzinfarkts zu verhindern, bzw. das allgemeine Sterberisiko zu senken. mehr
Quelle: MEDLINE Abstract eines im Fachblatt Archives of Internal Medicine veröffentlichten Artikels

 

 

 

 

 

 

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Aktuelle Informationen zum Thema
Herz-Kreislauferkrankungen - Schwerpunkt Herzinfarkt


 

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I
ntegrative Medizin: Biologischer Bypass - Hoffnung für Herz- und Gefäßkranke. Neues Heilverfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP) lässt ohne riskante Operation biologische Bypässe wachsen.  Erkrankungen der Blutgefäße wie Arterienverkalkungen  gehören zu den häufigsten Zivilisationsleiden. Die Folgen sind Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Beinamputationen. Ab sofort wird das neue und nebenwirkungsarme Verfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP)  auch außerhalb der Berliner Uni-Klinik Charite angeboten. mehr
Quelle: Presse-Information Schwarzwald Medical Resort Obertal

Bild: Copyright MSD

 

 

Neues aus der Medizin
Cholesterin-Panik:
mäßiger Eierkonsum erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko offenbar nicht. Bei besonders  gesundheitsbewussten Menschen gelten Eier schon seit langer Zeit als gefährliche "Cholesterin-Schleuder" und werden daher von diesen völlig aus der Diät verbannt. Dabei scheint es sich aber um eine übertriebene Schutz-Maßnahme zu handeln, die möglicherweise nur bei Zuckerkranken Sinn macht. mehr

 

Neues aus der Medizin
Obst ist nicht durch Tabletten zu ersetzen: Multivitamin-Tabletten können eventuell sogar das Sterberisiko erhöhen: Antioxydatien wie die Vitamine A, Beta-Karotin, C , E und Selen werden weltweit von Millionen von Menschen in der Hoffnung eingenommen mit dieser Maßnahme ihre Gesundheit zu verbessern, bzw. ihr Leben zu verlängern. Jetzt bewies eine in Dänemark und Italien erarbeitete und im Fachblatt Journal of the American Medical Association (JAMA) publizierte Studie , dass diese weit verbreiteten Hoffnungen offenbar auf unbegründeten Vorurteilen basieren und somit nicht berechtigt sind. Ganz im Gegenteil. 
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Neues aus der Medizin
Herzinfarkt Prophylaxe: Ist ASS (ASS= Azetylsalizylsäure) doch nicht für die Herzinfarkt-Vorbeugung geeignet? In den Jahren 2000-2003 erlitten in Finnland  33.309 Personen einem ersten Herzinfarkt. Jetzt zeigt eine wissenschaftliche Analyse dieser Patientengruppe, dass die Einnahme von Medikamenten, die wie das Aspirin  zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (= NSAR) gehören, wider Erwarten nicht vor Herzinfarkten schützt
.
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Neues aus der Medizin
Jeder Kontakt zu Tabakrauch erhöht das Herzinfarktrisiko

Eine weltweit in 52 Ländern durchgeführte Studie erbrachte den Beweis dafür, daß jeder Kontakt mit Tabakrauch das Risiko für Herzinfarkte stark erhöht. Das gilt beispielsweise auch für die Nutzung von Wasserpfeifen sowie für Pa
ssivrauchen. Die Wissenschaftler konnten beweisen, daß das Herzinfarktrisiko direkt abhängig ist von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten. mehr

Quelle: The Lancet

 

Streitpunkt
Herzinfarkt Prophylaxe:
Überlegungen zur Statistik in der Heart Protection Study (HPS) - Nachrechnen ist angezeigt !
von Dr. med. Karlheinz Bayer
 mehr

 

Streitpunkt
Herzinfarkt Prophylaxe und Statine: Zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von Cholesterinsenkern in der kardialen Prävention und über den Umgang mit Zahlen in den großen Lipidstudien. 
von Dr. med. Karlheinz Bayer
mehr

 

Streitpunkt
Diskussionspapier zu  „a strategy to reduce cardiovascular disease by more than 80%“ aus dem BMJ vom 28.Juni 2003
von Dr. med. Karlheinz Bayer
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Neues aus der Medizin
Erster Herzstimulator mit von außen aufladbarem Akku implantiert
Den weltweit ersten Herstimulator mit einem Akku, der per Induktion von außen wieder aufladbar ist, haben die Ärzte der RUB-Klinik für Kardiologie in den BG-Kliniken Bergmannsheil am 24. März 2004 im Rahmen einer internationalen Studie implantiert. Die Patienten schlüpfen alle zwei Wochen für zwei Stunden in eine Ladejacke. Weitere Studienteilnehmer werden noch gesucht.
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Wie finde ich die beste für mich geeignete Klinik

Wer akut einen Herzinfarkt erleidet, sieht sich oft mit der Frage konfrontiert „Wie finde ich die beste für mich geeignete Klinik?“.  Die Antwort fällt nicht leicht, da es in Deutschland keine offiziellen Leistungsvergleiche gibt, die sich leicht praktisch nutzen lassen.  Das ärztliche Standesrecht verbietet viele Formen der Werbung und verhindert so jegliche Transparenz. Das im Spiegel Verlag erscheinende manager magazin hat daher eine online Datenbank der besten Kliniken zusammengestellt, die für die Behandlung der genannten Krankheitsgruppen besonders gut geeignet sind.

Die detaillierte Analyse und weitere Hintergründe zu der Exklusiv-Studie wurde im manager magazin (Ausgabe 2/2003 und Ausgabe 3/2003) veröffentlicht. Über 200 kardiologische, kardiochirurgische und onkologische Abteilungen, wurden von Betriebsärzten und Patienten-Organisationen, von neutralen Experten und Forschungsinstitutionen, von anderen Studien und einer privaten Krankenversicherung empfohlen.

Für alle genannten Kliniken - so das manager magazin - gilt: Sie bieten exzellente Medizin, ihre Betreuung genießt - auch unter Patienten - den besten Ruf.
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Neues aus der Medizin
Die antioxydativ wirkenden Vitamine A und E
können Herzerkrankungen doch nicht verhindern
Die angesehene Medizin-Fachzeitung The Lancet räumt jetzt mit einem weiteren weit verbreiteten Vorurteil auf, das besagte, dass die antioxydativ wirkenden Vitamine A und E die Entwicklung einer Arteriosklerose verlangsamen und so der Entstehung von Herzinfarkten vorbeugen.
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Neues aus der Medizin
Herzinfarkt Vorbeugung: Eine aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzte "Polypill" bzw. "Multipill" könnte nach Meinung hochrangiger medizinischer Experten  die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle um über 80% vermindern.
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ÄRZTE FÜR TIERE e. V. verfolgt zwei grundsätzliche Ziele:
den politischen Tierschutz und die Förderung
tiergestützter Therapieformen. mehr

Mit der neuen Website StARS (Stray Animal Rights Society) engagiert
sich Ärzte für Tiere e.V. für die bisher schutzlosen Straßentiere
und fordert die umgehende Verabschiedung eines
europaweit geltenden Tierschutzgesetzes. mehr


 

 

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