HERZINFARKT-PROPHYLAXE  
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Herzinfarkte Vorbeugung/ Prophylaxe: Dramatische Folgen für das Gesundheitswesen und für die einzelnen Betroffenen

Herzinfarkte gehören weltweit zu den häufigsten und gefährlichsten Krankheiten überhaupt. Die Bemühungen um eine Herzinfarkt-Vorbeugung /Prophylaxe ist daher sehr wichtig.

Obgleich die moderne Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) sowie des akuten Herzinfarkts dazu geführt haben, dass die Mehrzahl aller Herzinfarktpatienten das Krankenhaus nach dem ersten Infarkt lebend verlassen, sind die Langzeitaussichten nach wie vor düster.

Wird ein Herzinfarkt überlebt, stellt sich oft Monate bis Jahre danach eine schwere Herzinsuffizienz ein, die die Lebensqualität dramatisch verschlechtert. Die Sterblichkeit ist ähnlich hoch wie bei bestimmten Krebsarten. Hier kann die kombinierte Behandlung mit einem ACE-Hemmer (wie z.B. Ramipril),  einem Betablocker (wie beispielsweise Carvedilol) und einem harntreibendem Mittel (Diuretikum) helfen, die Prognose deutlich zu verbessern.

Da in den meisten industrialisierten Ländern rund 50% der Bevölkerung an Herzinfarkt und Schlaganfall sterben, sind die Bekämpfung der etablierten Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes)  sowie die entwickelten Strategien der Herzinfarkt-Vorbeugung von sehr großer  humanitärer, medizinischer und ökonomischer Bedeutung.

 

Herzinfarkt-Prophylaxe (Herzinfarkt-Vorbeugung):

In letzter Zeit haben zahlreiche qualitativ hochwertige wissenschaftliche Studien gezeigt, dass sich das Herz-Kreislaufrisiko mit vertretbarem Aufwand deutlich senken lässt.

Unter anderem wurde gut belegt, dass sich über eine gesunde Ernährung eine überraschend deutliche Risikominderung erreichen lässt: die traditionelle Mittelmeerdiät, regelmäßiger Fischkonsum und eine konsequent durchgeführte fettarme vegetarische Diät können Herzinfarkte wirksam verhindern. Durch die regelmäßige Einnahme eines Blutfettsenkers aus der Wirkstoff-Familie der Statine lässt sich das Herzrisiko ebenfalls sehr positiv beeinflussen. Zahlreiche Therapiestudien haben eindeutig belegt, dass die Senkung eines erhöhten Blutdrucks das individuelle Herzinfarkt-Risiko nahezu normalisiert.

Einen geradezu revolutionären Ansatz für eine wirksame Bekämpfung des Herztodes präsentierten im Sommer 2003 britische Wissenschaftler: durch die Verordnung der aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzten "Polypill" an alle  Männer über 55 kann das Sterberisiko aufgrund von Herzinfarkt und Schlaganfall wahrscheinlich um über 80% gesenkt werden. Dadurch ließen sich weltweit pro Jahr einige 100.000 Menschenleben retten.
 




WIKIPEDIA zum Thema Herzinfarkt
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Aktuelle Informationen und News zum
Thema Herzinfarkt Vorbeugung / Prophylaxe:

 

 

 Biologischer Bypass als Methode der Integrativen Medizin:  die sog. "Herzhose" ist ein guter Grund  für Herz- und Gefäßkranke neue Hoffnungen zu haben. Ein innovatives Heilverfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP) unter Einsatz der sog. "Herzhose" lässt ohne riskante Operation biologische Bypässe wachsen.  Erkrankungen der Blutgefäße wie Arterienverkalkungen  gehören zu den häufigsten Zivilisationsleiden. Die Folgen der Einengung der Blutgefäße sind Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Beinamputationen. Ab sofort wird das wissenschaftlich gut abgesicherte Verfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP) auch an Krankenhäusern außerhalb der Berliner Uni-Klinik Charité angeboten. mehr

Copyright MSD

 

 

Bluthochdruck-Behandlung: Die Arterielle Hypertonie, im täglichen Sprachgebrauch auch Bluthochdruck genannt, ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Um die Frage nach dem sog. first-line-Medikament aufgrund wissenschaftlicher Fakten beantworten zu können, kam jetzt eine Arbeitsgruppe an der Universität von British Columbia zu dem Ergebnis, dass niedrig dosierte Thiazide die meisten Vor- und die geringsten Nachteile bieten. mehr

 

Schokolade - gesund oder schädlich?
Das Image der Schokolade ist bei gesundheitsbewussten Menschen und auch vielen Ärzten nicht gut. Angeblich macht sie dick, schädigt die Zähne und fördert die Entstehung einer Zuckerkrankheit.  Doch in letzter Zeit mehren sich die Hinweise darauf, dass der mäßige Schokoladengenuss das Risiko für Herzinfarkte deutlich absenkt. In einer wissenschaftlichen Studie konnten schwedische Forscher zeigen, dass Herzinfarktpatienten die dreimal in der Woche dunkle Schokolade aßen ein niedrigeres Risiko hatten erneut eine Herzattacke zu bekommen.
mehr (Spiegel online)

 

Herzinfarkt-Vorbeugung: die empfohlene medikamentöse Senkung erhöhter Homozystein-Blutwerte durch die Einnahme von Folsäure und den Vitaminen B6 und B12 vermindert zumindest bei Frauen ein bereits erhöhtes Herzinfarkt-Risiko nicht. mehr

 

Cholesterin-Panik: mäßiger Eierkonsum erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko offenbar nicht. Bei besonders  gesundheitsbewussten Menschen gelten Eier schon seit langer Zeit als gefährliche "Cholesterin-Schleuder" und werden daher von diesen völlig aus der Diät verbannt. Dabei scheint es sich aber um eine übertriebene Schutz-Maßnahme zu handeln, die möglicherweise nur bei Zuckerkranken Sinn macht. mehr

 

Obst ist nicht durch Tabletten zu ersetzen: Multivitamin-Tabletten können das Sterberisiko erhöhen: Antioxydatien wie die Vitamine A, Beta-Karotin, C , E und Selen werden weltweit von Millionen von Menschen in der Hoffnung eingenommen mit dieser Maßnahme ihre Gesundheit zu verbessern, bzw. ihr Leben zu verlängern. Jetzt bewies eine in Dänemark und Italien erarbeitete und im Fachblatt Journal of the American Medical Association (JAMA) publizierte Studie , dass diese weit verbreiteten Hoffnungen offenbar auf unbegründeten Vorurteilen basieren und somit nicht berechtigt sind. Ganz im Gegenteil.  mehr

 

Jeder Kontakt zu Tabakrauch erhöht das Herzinfarktrisiko
Eine weltweit in 52 Ländern durchgeführte Studie erbrachte den Beweis dafür, daß jeder Kontakt mit Tabakrauch das Risiko für Herzinfarkte stark erhöht. Das gilt beispielsweise auch für die Nutzung von Wasserpfeifen sowie für Passivrauchen. Die Wissenschaftler konnten beweisen, daß das Herzinfarktrisiko direkt abhängig ist von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten.
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Herzinfarkt Prophylaxe: Ist Aspirin (ASS= Azetylsalizylsäure) doch nicht für die Herzinfarkt-Vorbeugung geeignet? In den Jahren 2000-2003 erlitten in Finnland  33.309 Personen einem ersten Herzinfarkt. Jetzt zeigt eine wissenschaftliche Analyse dieser Patientengruppe, dass die Einnahme von Medikamenten, die wie das Aspirin  zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (= NSAR) gehören, wider Erwarten nicht vor Herzinfarkten schützt. mehr

 

Herzinfarkt Prophylaxe: Überlegungen zur Statistik in der Heart Protection Study (HPS) - Nachrechnen ist angezeigt !
von Dr. med. Karlheinz Bayer
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Herzinfarkt Prophylaxe und Therapie mit Statinen: Zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von Cholesterinsenkern in der kardialen Prävention und über den Umgang mit Zahlen in den großen Lipidstudien. 
von Dr. med. Karlheinz Bayer
mehr

 

Diskussionspapier zu  „a strategy to reduce cardiovascular disease by more than 80%“ aus dem BMJ vom 28.Juni 2003
von Dr. med. Karlheinz Bayer 
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